Projekte der JC Gruppe

Rückbau von Kernkraftwerken

 

Mit der wachsenden Zahl abgeschalteter Anlagen kommt deren Rückbau verstärkt in den Fokus. Der Rückbau von Kernkraftwerken und anderen kerntechnischen Anlagen ist für Deutschland aber kein Neuland mehr. Es wurden bereits drei Kernkraftwerke und eine ganze Anzahl sonstiger kerntechnischer Anlagen vollständig abgebaut. Kernkraftwerke lassen sich vollständig abbauen, ohne Risiko für die Bevölkerung, die Umwelt und das Personal. Erfahrenes Fachpersonal steht ausreichend zur Verfügung. Die Techniken für den Rückbau sind erprobt. Genehmigung und Management der Stilllegung erfolgen nach eingespielten Vorgehensweisen. Der Rückbau dauert zehn Jahre oder mehr. Die Betreiber haben für die Kosten von Stilllegung sowie Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle Rückstellungen gebildet und bereits in der Vergangenheit die Endlager-Erkundung und -Errichtung anteilig zu ihrem Abfallaufkommen finanziert.
Der allergrößte Teil der beim Rückbau anfallenden Reststoffe kann wiederverwertet oder konventionell deponiert werden. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle werden zwischengelagert, bis das Endlager Schacht Konrad betriebsbereit ist. Überdies müssten die im Standortzwischenlager aufbewahrten Brennelemente grundsätzlich so lange zwischengelagert werden, bis ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland zur Verfügung steht. Kosten und Investitionen in eine moderne Energieversorgung und in energieeffiziente Produktionsprozesse fallen unmittelbar an, können sich aber zum Teil in kurzer Zeit amortisieren. Volkswirtschaften, die effizient und innovativ produzieren, können besser im internationalen Wettbewerb bestehen. Das gilt gerade in wirtschaftlich schwächeren Zeiten, so wie Europa sie gegenwärtig durch die Euro-Krise erfährt.

Einschätzungen zu den Kosten der Energiewende sind mit Unsicherheiten behaftet. Nach den von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Szenarienberechnungen liegt das zu erwartende Investitionsvolumen in einer Größenordnung von bis zu 550 Milliarden bis zur Mitte des Jahrhunderts. Andere Einzelschätzungen besagen, dass allein für die Gebäudesanierung Investitionen in Höhe von rund 300 Milliarden Euro nötig sind. Die Übertragungsnetzbetreiber schätzen derzeit den Aufwand für den Trassenausbau bei den Stromautobahnen auf 20 Milliarden Euro.

Jede Investition setzt auch Impulse. Beispielsweise wurden allein im Jahr 2013 in Wind- und Solaranlagen EUR 16,3 Milliarden investiert. 2013 beschäftigte die Branche der Erneuerbaren Energien rund 370.000 Menschen. Bis 2030 kann sich die Beschäftigung auf mehr als eine halbe Million weiter erhöhen. Von den Bauaufträgen für die energetische Gebäudesanierung profitieren vor allem örtliche Handwerksbetriebe aus dem Mittelstand. Allein das Gebäudesanierungsprogramm der staatlichen KfW-Bank sichert und schafft jährlich etwa 300.000 Arbeitsplätze. Ein weiterer Vorteil: Je mehr Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen kommen, desto weniger Einfuhren von Öl und Erdgas werden benötigt.

Untersuchungen lassen insgesamt erwarten, dass mit der Umstrukturierung des Energiesystems auch für den Einzelnen Kosten verbunden sind, denen andererseits aber auch Entlastungen in Form von niedrigeren Energiekosten gegenüberstehen.

Weitere Projekte

Industrie

Im Bereich Industrie liegt der Fokus der JC Gruppe auf der Konstruktion
und Projektierung von Produktions- und Fertigungsmitteln.

Hierbei insbesondere auf:

  • Eigenständige Konstruktion von (Schweiß-)Vorrichtungen im Bereich Anlagenbau
  • Konstruktion von Automatisierungs- und Handhabungstechnik
  • Erstellung von Fertigungsunterlagen, Stücklisten und Spezifikationen
  • Detaillierung bestehender Konzeptkonstruktionen
  • Planung und Entwurf von Anlagenkonzepten
  • Durchführung von Berechnungen sowie von Einbau- und Fügeuntersuchungen
  • Detaillierung und Zeichnungserstellung
  • Erstellung von entwicklungsbegleitenden technischen Dokumentationen
Healthcare

Im Bereich Healthcare liegt der Fokus auf der Planung und Projektierung von Röntgeneinrichtungen.

Hierbei insbesondere auf:

  • Beratung und Planung beim Anlagenbetreiber ( Arztpraxen, Krankenhäuser…)
  • Nachrüstung der genutzten Räume nach Strahlenschutz- und Statik Aspekten in Bereichen Decke, Wand , Boden, Fenster, Türen, Zargen, Luftentkeimung, Raumteiler
  • Transport, Inbetriebsetzung, Dokumentation und Serviceplanung
Infrastruktur

Im Bereich Infrastruktur liegt der Fokus auf der Planung und Projektierung von Verkehrswegen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat im März 2016 den neuen Bundesverkehrswegeplan („BVWP 2030“) vorgestellt. Der Bundesverkehrswegeplan legt fest, in welche Straßen-, Schienen- und Wasserstraßen der Bund bis 2030 investiert. Der neue Bundesverkehrswegeplan ist das stärkste Investitionsprogramm für die Infrastruktur, das es je gab.

Bis 2030 investiert die Bundesregierung EUR 264,5 Milliarden, mit denen die Verkehrswege modernisiert und die Infrastruktur vernetzt und die Mobilität in Deutschland beschleunigt wird. Mit den Rekordmitteln aus dem Investitionshochlauf hat der BVWP 2030 eine klare Finanzierungsperspektive. Dabei setzt er klare Prioritäten: Die Bundesregierung stärkt damit das Prinzip Erhalt vor Neubau und investiert rund 70 Prozent in den Erhalt.

Energie

Die Energiebranche steht seit geraumer Zeit auf den gesellschaftspolitischen und ökonomischen Agenden von Industrienationen ganz weit oben hierzulande allerspätestens seit der politischen Energiewende im Jahr 2011. Unmittelbar nach den Reaktorunfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011 beschloss die Bundesregierung die Energiewende, d. h. eine Änderung ihrer Energiepolitik. Der Energiemarkt, insbesondere die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien, wächst spätestens seit der politischen Energiewende 2011 massiv in allen Industrienationen. Dabei stellt der Ausbau der erneuerbaren Energie eine zentrale Säule der Energiewende dar. Die Energieversorgung in Deutschland wird von Jahr zu Jahr „“grüner“, denn die Stromversorgung soll klimaverträglicher werden – und gleichzeitig unabhängiger von knapper werdenden, fossilen Brennstoffen werden. Mit dem reformierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden Sonnen-, Wind- und Bioenergie sowie andere regenerative Energien noch besser in den Markt integriert, planvoller ausgebaut und die Kostendynamik spürbar gebremst.

Ziel der Energiewende ist es, die Energieversorgung zu sichern und wirtschaftlich sowie umweltverträglich zu gestalten. Die Energiepolitik muss sich neuen Herausforderungen stellen, unter anderem dem Klimawandel und der Tatsache, dass die fossilen Energieträger nicht unendlich zur Verfügung stehen. Die Energiewende ist gekennzeichnet durch einen beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie unter Beibehaltung der Ausbauziele für erneuerbare Energien entsprechend dem im September 2010 von der Regierung beschlossenen „Energiekonzept 2050“. Im Rahmen der Energiewende 2011 wurde acht Kernkraftwerken die Berechtigung zum Leistungsbetrieb entzogen. Für die verbliebenen neun Kernkraftwerke wurden jeweils Stromerzeugungskontingente und feste Abschalttermine vorgegeben; die letzten Kernkraftwerke müssen nach den Maßgaben der 13. Atomgesetznovelle spätestens Ende 2022 vom Netz.
Die verbleibenden neun noch Strom produzieren Meiler sollen nach folgendem Zeitplan vom Netz gehen:

  • 2015 Grafenrheinfeld (Bayern)
  • 2017 Gundremmingen B (Bayern) und
  • 2019 Philippsburg II (Baden-Württemberg)
  • 2021 Grohnde (Niedersachsen), Brokdorf (Schleswig-Holstein) und Gundremmingen C (Bayern)
  • 2022 Isar II (Bayern), Neckarwestheim II (Baden-Württemberg) und Emsland (Niedersachsen)